Wenn Zwei sich streiten freut sich der Dritte? Wohl eher nicht.
Im ewigen Hin und Her zwischen den Kontrahenten Blu-ray und HD-DVD wird oft übersehen, dass es eigentlich noch eine dritte Alternative am Markt gibt: HD-VMD. Die ‘High Definition Versatile Multilayer Disc’ wird zur Zeit auf der IFA beworben, dennoch sehen die Chancen der Disc zumindest für den deutschen Markt bescheiden aus.
Ebenso wie die klassische DVD setzt auch die HD-VMD auf einen roten Laser mit einer Wellenlänge von 650 nm und ist in der Lage, bis zu 5GB Daten pro Schicht zu speichern. Momentan sind drei (HD VMD15) und vier Schichten (HD VMD 20) erhältlich. Die Produzenten sehen die Vorteile des Datenträgers darin, dass sich sowohl die Laufwerkselektronik als auch die HD-VMDs an sich deutlich günstiger und technisch unproblematischer herstellen liessen. Erste Player sind schon in Frankreich auf dem Markt - Australien, Island, Indien, Polen, Brasilien, China, Japan, Russland und die USA sollen folgen. Die Geräte sollen zwischen 179€ und 250€ kosten und kommen mit fünf Gratisfilmen. In Deutschland ist nicht vor 2008 mit einer Markteinführung der HD-VMD zu rechnen und bis dahin sollten auch Blu-ray- und HD-DVD-Player so günstig sein, dass sich die preislichen Vorteile des dritten Formats als irrelevant erweisen werden. Außerdem gibt es auch schlicht und einfach nicht genügend Studios, die ihre Filme auch auf HD-VMD anbieten.
